Erlebnisreise zu unseren Museen

Mit GUTi kommt ihr ohne Fahrscheinkosten in Museen. Viele Einrichtungen sind nur einen Spaziergang von der Haltestelle entfernt.

Die vielseitigen Einrichtungen in der Nationalpark- und Naturparkregion Bayerischer Wald sind mehr als eine Schmuddelwetter-Alternative für Urlaub und Freizeit. In Kombination mit einer Bus- oder Zugfahrt wird der Besuch zur perfekten Kulturreise.
Warum in die Ferne schweifen…
Alle Fahrpläne gibt es hier, einfach im Suchfenster die gewünschte Liniennummer oder einen Ort eingeben und schon wird der aktuelle PDF-Fahrplan angezeigt. Wer ein Deutschland-Ticket, Bayern-Ticket oder die GUTi-Gästekarte besitzt, braucht keinen zusätzlichen Fahrschein lösen.

Museen im Landkreis Cham

Das Fahrradmuseum Arnschwang ist in einer denkmalgeschützten „Rossumspannstation“ auf über 1.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche untergebracht. Auf anschauliche Weise wird die Geschichte der Fahrradkultur vermittelt. In interaktive Stationen wird die technische Entwicklung des Zweirades erlebbar. Nach dem Museumsbesuch ist eine Einkehr in der Radlwirtschaft möglich, wo Brotzeiten, Kaffee und hausgemachte Torten angeboten werden.
Arnschwang ist bestens mit der Oberpfalzbahn RB 27 aus Schwandorf, Cham und Domažlice zu erreichen.

Der Drexler Hof Arrach beheimatet ein Holzkunst-Museum, ein Mineralienmuseum und das Bayerwald-Handwerksmuseum. Mit mehr als 2.000 Exponaten wird altes Handwerk und heimische Handwerksberufe, wie etwa Schuster, Drechsler, Besenbinder, Zündholzhobler, Schnapsbrenner, Sattler, präsentiert. Das nahegelegene Destilleriemuseum mit Schnapsbrennerei umfasst die größte Destillen-Ausstellung Bayerns und zeigt historische Exponate, die über die alte Zeit des Schnapsbrennens erzählen.
Eine Anreise zu den Museen ist mit der Oberpfalzbahn RB 28 möglich. Arrach ist mit den VLC-Buslinien 614 (Lam – Arnbruck) und 611 (Lam – Bad Kötzting) zu erreichen. (Referenz-HS Arrach Bf).

Das Pfingstritt-Museum in Bad Kötzting wurde 1996 in der Kötztinger Kirchenburg, einer Wehranlage aus dem 11. Jahrhundert eingerichtet. Der Museumsraum im 1459 erneuerten Schloss liegt über dem alten Verließ, in das Gefangene durch ein “Angstloch” herabgelassen wurden. Der Kötztinger Pfingstritt, jährlich am Pfingstmontag von rund 900 Reitern durchgeführt, ist eingebettet in ein komplexes Brauchgeschehen. Im Museum dokumentieren historische Objekte und eine reiche Materialsammlung den Ritt und die anschließende Pfingsthochzeit. Die “Marktfahne” vom Ende des 18. Jahrhunderts mit der ersten Darstellung des beispielsweise Rittes, Pferdeschmuck und Trachtenteile verdeutlichen die historische und gegenwärtige Bedeutung des Brauchs für die Kötztinger und ihre Besucher.
Bad Kötzting ist bestens mit der Oberpfalzbahn RB 28 aus Cham und Lam zu erreichen sowie mit den VLC-Buslinien 611 (Lam – Bad Kötzting), 615 (Rimbach – Bad Kötzting), 610 / 620 (Cham – Bad Kötzting), 650 (Furth i.W. – Bad Kötzting), 680 (Viechtach – Bad Kötzting), Linie aus Kreis Regen: 6196 (Regen – Bad Kötzting), Referenz-HS: Bad Kötzting Bf.

Das Museum Frauen-Fleiss in Blaibach lädt Besucher dazu ein, in die Lebens- und Arbeitswelt von Frauen vergangener Zeiten einzutauchen. Die Dauerausstellung zeigt typische, weibliche Lebensstationen in der Zeit von 1850 bis 1950. Mit viel Liebe zum Detail werden hier Tätigkeiten, Handwerkskunst und Alltagsaufgaben dokumentiert, die über Generationen hinweg das Leben in der Region geprägt haben. Die Ausstellung, die von Ostern bis Ende Oktober geöffnet ist, vermittelt anschaulich, mit welchem Geschick, Fleiß und Durchhaltevermögen Frauen früher ihren Alltag meisterten. Dabei werden nicht nur traditionelle Arbeitsbereiche gezeigt, sondern auch die gesellschaftliche Bedeutung dieser oft unsichtbaren Leistungen hervorgehoben. Blaibach ist mit der VLC-Buslinie 610 erreichbar.

Lebendige Museums- und Ausstellungsräume laden in der Kreisstadt Cham zum Besuch ein. Im ehemaligen „Armenhaus“ der Stadt Cham ist seit 1991 das Museum SPUR Cham eingerichtet. In jährlich wechselnden Ausstellungen werden Aspekte aus der Arbeit der Künstlergruppe SPUR vorgestellt oder Einzelausstellungen der Gruppenmitglieder organisiert. Vorträge, Filmvorführungen, Lesungen etc. ergänzen die Ausstellungen. Eine Dauerausstellung über den bekannten Antikriegsfilm „Die Brücke“ von 1959 ergänzt das Angebot. Bisher nicht gezeigte Fotos des Films lassen die Dreharbeiten wieder lebendig werden.
Seit mehr als 40 Jahren zählt die Städtische Galerie im Cordonhaus zu den wichtigsten Kunstorten Ostbayerns. In Wechselausstellungen präsentiert sie zeitgenössische Kunst regionaler Künstler von Rang sowie namhafte Künstlerinnen und Künstler aus ganz Deutschland und macht mit speziell für das Haus kuratierten Ausstellungen auf sich aufmerksam. Im Erdgeschoss des Cordon Hauses, dessen Name an die Zeit als Soldatenunterkunft während der französischen Revolutionskriege erinnert (cordon, franz: Postenkette), sind weitere Ausstellungsräume untergebracht. Dort finden auch Konzerte, Lesungen und Kleinkunst statt. Im zweiten Obergeschoss ist eine ständige Ausstellung zur Vor- und Frühgeschichte der Chamer Region untergebracht.
Erreichbar mit den VLC-Buslinien Floßhafen: 100 / 101 / 103 (CityBus), 810 (Falkenstein – Cham), 610 (Miltach – Cham), 420 (Waldmünchen – Cham), 310 (Stamsried – Cham), 210 (Roding – Cham), 710 (Straubing – Cham).
Faszinierende Radio- und Fernsehgeschichte bietet das Rundfunkmuseum Cham. Die Entwicklungsgeschichte der Rundfunk- und Fernsehtechnik, der Ton- und Bildaufzeichnung und der Elektroakustik ist eingebettet in die Zeitgeschichte dargestellt. So werden Musiktruhen, Radios, Plattenspieler, Kofferradios und Kassettengeräte der 1950er und 1960er Jahre mit Einrichtungsgegenständen der damaligen Zeitpräsentiert. Erreichbar mit den CityBus Linien 101 / 103 (Haltestelle Cham Mittelweg / Frey Wohnen).

Furth im Wald beheimatet eine reiche Museums- und Ausstellungskultur. Landestormuseum, Drachenhöhle und Further Erlebniswelt Flederwisch erzählen vom Leben mit und an der Grenze, vom berühmten Further Drachenstich und einer Zeitreise in die Anfänge der Industrialisierung.
Furth im Wald ist bestens mit der Oberpfalzbahn RB 27 aus Schwandorf, Cham und Domažlice zu erreichen.

Das Zündholzmuseum Grafenwiesen widmet sich der Geschichte dieses einst allgegenwärtigen Gebrauchsgegenstandes. Als preiswertes Massenprodukt des Industriezeitalters spielte es eine bedeutende Rolle im Alltag der Menschen. Besonders prägend für die Region war die Zündholzfabrik Allemann, die um 1950 als wichtigster Arbeitgeber galt und das wirtschaftliche Aushängeschild der Grenzregion darstellte. Seit 2007 informiert das kleine Spezialmuseum über die Entwicklung dieser Holzverarbeitung und zeichnet den Weg vom Kleingewerbe hin zur industriellen Fertigung anschaulich nach. Wechselnde Ausstellungen eröffnen zudem faszinierende Einblicke in die nahezu unerschöpfliche Vielfalt von Zündholz-Etiketten – den wohl kleinsten Werbeplakaten der Welt. Grafenwiesen ist mit der Oberpfalzbahn RB 28 gut zu erreichen sowie mit den VLC-Buslinien 650 (Bad Kötzting – Grafenwiesen – Furth i.W.) und 615 (Bad Kötzting – Grafenwiesen – Rimbach).

Das Wallfahrtsmuseum in Neukirchen b. Hl. Blut gibt Auskunft über die Tradition und Geschichte einer der bedeutendsten Marienwallfahrten in Bayern. In den beiden Sonderausstellungen „Update Hinterglasmalerei“ sowie „Einfach schön und gut“ wird der jahrhundertelange grenzüberschreitenden Austausch mit Böhmen deutlich.
Neukirchen liegt an der Buslinie 590, die zwischen Furth i.W., Lam, Lohberg bis zur Arber, Bergbahn verkehrt.

Museen im Landkreis Regen

Für einen Bummel durch die Museums- und Kulturmeile in Bayerisch Eisenstein reicht ein Tag fast nicht aus. Entlang der Bahnhofsstraße reihen sich die NaturparkWelten, die Galerie Kunsträume Grenzenlos, die Waldglashütte und das Localbahnmuseum. Allein in den NaturparkWelten sind auf vier Ebenen das Europäische Fledermauszentrum, die Ausstellungen Höchste Eisenbahn und König Arber, das Ostbayerische Skimuseum und eine Modelleisenbahn zu bestaunen. Gut, dass die Gastronomie im Historischen Wartesaal 1. Klasse für Stärkung sorgt.
Die Waldbahn RB 35 aus Gotteszell/Regen trifft stündlich zur Minute 12 Uhr im Grenzbahnhof ein. Sie hat in Zwiesel zur vollen Stunde Anschluss zur RB 36 aus Grafenau sowie zur RB 37 aus Bodenmais Letzte Rückfahrt der RB 38 ist um 21:40 Uhr. Aus Klatovy und Železná Ruda kann man mit dem Zug der Linie 183 anreisen.

Das Nationalparkzentrum Falkenstein mit Tierfreigelände, Steinzeithöhle und dem Haus zur Wildnis garantiert einen erlebnisreichen Tag. Im Haus zur Wildnis erlebt man im 3D-Kino, im Nachtraum und im Wurzelgang den Wald aus verschiedenen Perspektiven. Außerdem geben wechselnde Ausstellungen Einblick in die Arbeit regionaler Kunstschaffender. Während die Kleinen im Kinder-Erlebnisraum tollen können die Großen eine Auszeit in der bio-zertifizierten Gastronomie genießen.
Das Nationalparkzentrum Falkenstein liegt direkt an der Station Ludwigsthal der Waldbahn RB 35 und wird im Stundentakt aus Richtung Gotteszell/Zwiesel und Bayerisch Eisenstein bedient.

Das Waldmuseum Zwiesel zeigt in seinen abwechslungsreichen naturkundlichen und volkskundlichen Sammlungen das Leben und Arbeiten der Menschen im und mit dem Wald. Begehbare und begreifbare Exponate machen die Kultur- und Naturgeschichte des Bayerischen Waldes erlebbar. Kinder sind besonders von den Tieren im Wald-Diorama begeistert.
Zwiesel ist Bahnknoten im Waldbahnnetz. Jeweils zur vollen Stunde treffen die Waldbahn-Züge aus Plattling, Gotteszell (Anschluss nach Viechtach RB 38), Regen und Bayerisch Eisenstein (RB 35), aus Grafenau (RB 36) und aus Bodenmais (RB 37) ein. Vom Bahnhof zum Museum ist es ein Spaziergang von etwa 15 Minuten.

Im Glasmuseum Frauenau hat das „immaterielle Kulturerbe der manuellen Glasherstellung“ einen wichtigen Stellenwert. Hier wird traditionelles Handwerk bewahrt und für kommende Generationen erlebbar gemacht. Beim Rundgang durch das Museum reist man durch die Glasgeschichte, von den Anfängen in der Antiken bis in die Gegenwart. Sonderausstellungen mit internationalen Künstlern machen das Faszinosum Glas lebendig. Als staatliches Museum gilt der rabattierte Sonntags-Eintrittspreis von nur 1 Euro.
Der Bahnhof ist nur rund 300 Meter vom Museum und den Gläsernen Gärten entfernt. Die Waldbahn RB 36 fährt stündlich zwischen Grafenau, Spiegelau, Frauenau und Zwiesel.

Im Niederbayerische Landwirtschafsmuseum in Regen wird die historische Landbautechnik bis hin zur modernen Agrarwirtschaft auf rund 2.000 Quadratmetern lebendig. Noch bis zum 1. Februar kann die Pscheidl-Krippe bestaunt werden. Die Stoffbildhauerin Maria Pscheidl-Krystek (1923-2002) hat mit ihren Figuren ein wahres Krippenwunder mit Ministerpräsidenten und Bauernknechten geschaffen. Die Krippe ist ein geniales und originelles Abbild des Lebens in und um das Bayerwaldstädtchen Regen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Das Museum ist einen etwa 15-minütigen Spaziergang von Bahnhof entfernt. Die Waldbahn RB 35  fährt stündlich zwischen Plattling, Deggendorf, Gotteszell (Umstieg aus/nach Viechtach zur RB 38), Regen, Zwiesel und Bayerisch Eisenstein.

Museen im Landkreis Freyung-Grafenau

Das Waldgeschichtliche Museum in Sankt Oswald ist eine Einrichtung des Nationalparks Bayerischer Wald. Hier werden die erdgeschichtliche Entwicklung sowie die kulturelle Prägung der Region durch den Menschen erzählt. Mit multimedialen Ausstellungselementen, wie einem „Fahrstuhl durch die Waldgeschichte“ oder sprechenden Bäumen gibt es allerhand zu erleben.
Der Winterigelbus 604A von Klingenbrunn, Spiegelau, Nationalpark-Zentrum, Mauth und Finsterau fährt bis zum 22. Februar bis zur Haltestelle St. Oswald „Klosterkirche“.

Das Nationalparkzentrum Lusen mit Tierfreigelände, Baumwipfelpfad und Hans-Eisenmann-Haus garantiert einen erlebnisreichen Tag im Nationalpark. Das Hans-Eisenmann-Haus informiert interaktiv in der Dauerausstellung „Wege in die Natur – Eine Geschichte von Wald und Menschen“ über die Geheimnisse und die Philosophie des Nationalparks Bayerischer Wald. Das Kino mit abwechslungsreichem Natur-Filmprogramm, die Waldwerkstatt und eine Kinder-Rallye machen den Besuch auch für Kinder spannend.
Die Haltestelle am Nationalparkzentrum ist Drehscheibe für die Winter-Igelbusse, Linie 604A, 604B und 604C.

Das Museum Jagd-Land-Fluss im Schloss Wolfstein erschließt interaktiv die Themen Jagd und Gejagte sowie tierische Grenzgänger und Wiederkehrer, die sich im Grenzgebiet wieder heimisch fühlen. Der dritte Themenschwerpunkt befasst sich mit dem Leben am und im Wasser und bringt so die Bedeutung von Gewässern als Lebensader und Energiequelle näher. Einblicke in die zeitgenössische Kunst (etwa ab 1930) im ostbayerischen Grenzraum gibt die Galerie Wolfstein im Schloss. Die Sammlung umfasst Werke der Donauwaldgruppe, des Bayerwaldkreis und der Eule sowie von weiteren namhaften Künstlern.
Das Schlosswolfstein ist einen kurzen Fußweg von der Haltestelle Freyung, Landratsamt der Linie 100 entfernt. Die Linie 100 fährt Mo-Fr annähernd stündlich zwischen Grafenau, Freyung, Waldkirchen und Passau. An Wochenenden und Feiertage zweistündlich.