Einstellung Skibusbetrieb Bodenmais-Arber ab 11.01.

Waldbahn und Skibus am Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein. Foto: Wibmer
Wegen Verlängerung des Lockdown fahren ab Montag 11.Januar die Skibusse nicht mehr

Die Linie 6085 Bodenmais-Bretterschachten-Arber wird wegen mangelnder Nachfrage eingestellt.


 

Bodenmais. Tief durchatmen und Kraft in der Natur tanken ist gerade in diesem Winter besonders wichtig. Besonders beliebte Ziele für Langlauf und Wandern sind der Bretterschachten und Zwieslerwaldhaus im Nationalpark. Trotz Pandemie-Beschränkungen ist zu erwarten, dass viele Menschen in den nächsten Tagen diese Orte ansteuern, um dem Alltag zu entfliehen und etwas Sonne zu tanken oder den ersten Schnee zu spüren. Damit es nicht zum Verkehrschaos kommt, haben sich der Landkreis Regen und die Marktgemeinde Bodenmais entschlossen, den Verkehr der Winterbusse zum Bretterschachten, zum Großen Arber und in das Nationalpark-Falkensteingebiet nicht einzustellen.

Ab Samstag, 19. Dezember, verkehrt die Buslinie 6085 von Bodenmais zum Bretterschachten zum Nebensaisonfahrplan, also ab 9 Uhr halbstündlich zum Bretterschachten und stündlich zum Großen Arber. Die Linie 6081 fährt ebenfalls zum Nebensaisonfahrplan mit zwei Fahrtenpaaren von Bayerisch Eisenstein zum Großen Arber. Der Falkensteinbus fährt täglich, jeweils viermal nach Zwieslerwaldhaus und nach Buchenau. Die Fahrpläne können unter www.bayerwald-ticket.com heruntergeladen werden, beziehungsweise sind im Bayerwald-Ticket-/GUTi-Fahrplanfaltblatt veröffentlicht, das in den Tourist-Infos aufliegt.

Wir haben die Entscheidung sorgfältig abgewägt“, sagt Landrätin Rita Röhrl. Der Bretterschachten und Zwieslerwaldhaus seien neuralgische Punkte im Ausflugsverkehr. „Wir gehen davon aus, dass in den Ferien und über die Feiertage viele Menschen raus in die Natur wollen. Um ein vorhersehbares Parkchaos zu umgehen, aber auch um Menschen ohne Auto die Möglichkeit zum Erholen vom Alltag zu geben, ist es besser für einen kontrollierten Ablauf zu sorgen“, betont sie und weist darauf hin, dass die Pflicht zur Mund-Nase-Bedeckung in Bus und der Bahn zu beachten ist.

Auch Bodenmaiser Bürgermeister Joli Haller begrüßt die Entscheidung. Er ist überzeugt, dass für den Bretterschachten als hochfrequentiertes Wintersportziel eine Sonderlösung für die ÖPNV-Erreichbarkeit angeboten werden muss, um ein Verkehrschaos zu vermeiden. „Der Markt Bodenmais wird über den Zweckverband Verkehrssicherheit Oberpfalz zusätzlich Kräfte vor Ort haben, damit wir auch im Parkplatzraum ordnend eingreifen können. Außerdem werden wir, falls es die Nachfrage erfordert zusätzliche Verstärkerbusse bestellen, damit auch im Bus der erforderliche Hygieneabstand gewahrt werden kann“, sagt er.