Wandern

Nationalpark-Gipfeltour

Oberer Horizontalsteig vor dem Teufelsloch
Blick vom Lusen mit Vogelbeere im Oktober
Seeufer vom Rachelsee
Elefantenskulptur des Künstlers Theuerjahr

Vom Rachel zum Lusen
Frühaufsteher und gut zu Fuß sollte man sein, wenn man sich diese Tour vornimmt. Die reine Wanderzeit beträgt etwa 5 - 6 Stunden. Eine unvergleichliche Waldvielfalt darf man auf weiten Strecken ungestört genießen.
Ab Gfäll geht es auf dem Weg mit der  Markierung "Auerhahn" zügig hinauf zum Waldschmidthaus. Dort trifft der "Auerhahn-Rundweg" auf den oberen Horizontalsteig "Grünes Dreieck", dem man auf der gesamten weiteren Strecke folgt. Auf den steilen Steintreppen ist der Rachelgipfel bald erreicht. Stetig bergab geht es vorbei am Rachelsee zur Felsenkanzel. Ab hier führt der Weg ohne nennenswerte Steigungen durch den wilden, abwechslungsreichen Hochwald. Durch das Teufelsloch und über die Himmelsleiter geht es danach hinauf zum Lusen. Hier ist etwas Kondition und Trittsicherheit gefordert. Die Brotzeit im Lusenschutzhaus hat man sich redlich verdient, ehe der letzte gemächliche Abschnitt auf dem Lusen-Winterweg, Markierung "Luchs", zum Lusen-Bus führt.

Wer es gemächlicher mag oder den Aufstieg zum Rachel schon kennt, nimmt ab Gfäll den Auerhahnweg in umgekehrter Richtung zum Rachelsee. Eine vielfältige Vegetation mit Sträuchern, Vogelbeeren und Fichtenaufwuchs begrünt weite Flächen, wo der Borkenkäfer den Waldbestand zu Fall gebracht hat. Hier kann man das Werden einer völlig neuen Waldentwicklung bestaunen. Aus Wurzelstöcken und liegenden Baumriesen sprießt eine neue Waldgeneration hervor. Ab dem Rachelsee verläuft der Wegeverlauf zum Lusen wie oben beschrieben.
Der Rundweg Specht lässt auch den Abstecher zur Racheldiensthütte zu. Aber Vorsicht, nach der deftigen Einkehr ist schon mancher in geselliger Runde geblieben und musste die Wandertour zum Lusen verschieben.

Der Tipp für Kunstfreunde:
Nehmen Sie nicht gleich den ersten Bus an der Lusen-Wendeplatte. Genehmigen Sie sich den Weg über den Waldhäuserriegel. Hier wurde in einer Kunstaktion das Thema Wald und Wachsen aus Vergänglichkeit aufgearbeitet. Die grauen Baumskelette, die der Borkenkäfer hinterlassen hat, wurden zur Kunstbühne. Bunte Gemälde und Plastiken sind in den grauen Stämmen versteckt und ducken sich hinter dem Jungwuchs. Der Weg endet an der Bushaltestelle Waldhäuser - Aussichtskanzel. Hier genießt man eine grandiose Aussicht über das auf 1000 Meter Seehöhe gelegene Waldbauerndorf. Ganz in der Nähe liegt das Atelier des Künstlers Heinz Theuerjahr. Er war Mitbegründer der Künstlergruppe Donau-Wald. Auf dem Weg durch den Künstlergarten wird man von vielen Tierplastiken begleitet. Wundern Sie sich nicht über Elefanten, Gazellen und Paviane. Auch das ist im Bayerischen Wald möglich.

Anreise
Aus Plattling, Bodenmais, Bayerisch Eisenstein nach Zwiesel. Dort mit der Waldbahn 906 nach Spiegelau (an 9:33 Uhr)
Aus Grafenau mit der Waldbahn 906 Abfahrt um 8:05 Uhr (an 8:22 Uhr).
Ab Spiegelau Bahnhof Weiterfahrt mit dem Rachel-Bus in Richtung Gfäll um 8:35 Uhr ab P+R (5 Gehminuten vom Bahnhof) bzw. 9:34 Uhr direkt ab Bahnhof.

Rückfahrt
Nach Neuschönau mit Lusen-Bus ab Lusen, Bus-Wendeplatz um 16:05 Uhr und 17:05 Uhr
Nach Grafenau mit dem Lusen-Bus um 17:05 Uhr.
Nach Zwiesel in Grafenau Umsteigen in die Waldbahn 906. Abfahrt 18:00 Uhr (Zwiesel an 18:50 Uhr)
Nach Spiegelau ab Lusen, Bus-Wendeplatz um 16:05 Uhr und 17:05 Uhr mit dem Lusen-Bus bis Haltestelle Graupsäge (an 16:17 Uhr und 17:17 Uhr). Hier Umsteigen in den Rachelbus (Richtung Gfäll) nach Spiegelau (an 16:32 Uhr und 17:32 Uhr). Es besteht Anschluss zur Waldbahn 906 nach Zwiesel um 18:17 Uhr
Nach Plattling, Bayerisch Eisenstein und Bodenmais in Zwiesel direkter Anschluss mit der Waldbahn 905 bzw. 907.

Bayerwald-Ticket Faltblatt