Wandern

Lusentour Bergbach - Waldhäuser

Bergbachlehrpfad ab Fredenbrücke bei Waldhäuser
Kunstprojekt von Waldzeit und Gretel Eisch
Natürliche Waldentwicklung Oberer Horizontalsteig nähe Teufelsloch

Über Bergbach - Teufelsloch - Himmelsleiter zum Lusen

Schon die einzelnen Flurbezeichnungen weisen darauf hin, dass sich viele Sagen um die Entstehung des steinernen Gipfelmeeres des Lusen ranken. Aber ganz gleich, ob die Steinblöcke nun Teufelswerk, das Resultat kämpfender Riesen oder doch geologische Erscheinungen sind, den Lusen sollte man auf jeden Fall erkunden.
Das Blockmeer am Lusen wurde 2006 mit dem Gütesiegel "Bayerns schönste Geotope" ausgezeichnet. Über Details zur Geologie dieses Naturraumes informiert das Bayerische Geologische Landesamt.

Ganz besonders reizvoll ist die etwa 5-stündige Wanderung ab Haltestelle Fredenbrücke über den Bergbachlehrpfad (Markierung Zaunkönig), entlang der kleinen Ohe hinauf zur Martinsklause. Ab hier folgt man dem "grünen Dreieck" durch das Teufelsloch und weiter auf den Böhmweg über die Himmelsleiter (Markierung Luchs) steil und steinig bergan zum Lusengipfel.
Dem interessierten und für natürliche Kreisläufe aufgeschlossenen Wanderer bietet der 400 Meter lange Rundweg "Hochwald-Steig" eindrucksvolle Bilder der natürlichen Waldentwicklung. Der Abstecher zum Hochwald-Steig zweigt kurz vor dem Anstieg zur Himmelsleiter ab.
Auf dem Lusengipfel wartet eine phantastische Aussicht. Der Blick schweift hinaus in den Vorwald und hinüber zum Nationalpark Šumava. Bei Föhnlage sogar bis zu den Alpen. Nach einer Einkehr im Lusenschutzhaus geht es auf dem "Winterweg", ebenfalls mit der Markierung "Luchs" gemütlich in einer knappen Stunde bergab zur Bushaltestelle.

Über die Wanderwege am Lusen informiert der Nationalpark Bayerischer Wald mit einem speziellen Faltblatt.

Der Tipp für Kunstfreunde:
Nehmen Sie nicht gleich den ersten Bus an der Lusen-Wendeplatte. Genehmigen Sie sich den Weg über den Waldhäuserriegel. Hier wurde in einer Kunstaktion das Thema Wald und Wachsen aus Vergänglichkeit aufgearbeitet. Die grauen Baumskelette, die der Borkenkäfer hinterlassen hat, wurden zur Kunstbühne. Bunte Gemälde und Plastiken sind in den grauen Stämmen versteckt und ducken sich hinter dem Jungwuchs. Der Weg endet an der Bushaltestelle Waldhäuser - Aussichtskanzel. Hier genießt man eine grandiose Aussicht über das auf 1000 Meter Seehöhe gelegene Waldbauerndorf.
Ganz in der Nähe liegt das Atelier und der Skulpturenpark des Künstlers Heinz Theuerjahr. Er war Mitbegründer der Künstlergruppe Donau-Wald. Auf dem Weg durch den Künstlergarten wird man von vielen Tierplastiken begleitet. Wundern Sie sich nicht über Elefanten, Gazellen und Paviane. Auch das ist im Bayerischen Wald möglich.
Skulpturenpark und Galerie für Heinz Theuerjahr

Empfohlene Fahrzeiten:
Abfahrt:
Plattling 8:05 Uhr, Regen 8:46 Uhr, Bodenmais 8:30 Uhr, Bayerisch Eisenstein 8:42 Uhr. Anschluss in Zwiesel um 9:02 und 11:02 Uhr mit der Waldbahn 906 nach Spiegelau.
Ab Spiegelau (Bahnhof) mit dem Rachel-Igelbus stündlich ab 8:36 in Richtung Racheldiensthütte / Diensthüttenstraße, dort besteht direkter Anschluss zum Lusenbus.
Ab Grafenau mit dem Lusenbus-Igelbus oder RBO-Bus 6119 mehrmals täglich, z.B. um 10:15 Uhr ab Busbahnhof zum Lusen.
Ab Freyung (Geyersberg) mit dem Freyunger-Igelbus dienstags und donnerstags ab 9:05 Uhr zum Hans-Eisenmann-Haus, wo Anschluss zum Lusen besteht.

Rückfahrt:
Nach Grafenau mit dem Lusenbus-Igelbus um 17:05 Uhr (Waldhäuser/Lusen-Buswendeplatz).
Nach Zwiesel, mit Anschluss nach Plattling, Bayerisch Eisenstein und Bodenmais, mit der Waldbahn 906 ab Grafenau um 18 Uhr.
Nach Freyung mit dem Lusen-Igelbus um 17:05 bis zur Nationalpark-Info Hans-Eisenmann-Haus, von dort direkter Anschluss mit dem Freyungbus.

Bayerwald-Ticket Faltblatt