Die Nationalparkgemeinde Mauth-Finsterau liegt direkt am Nationalpark Bayerischer Wald inmitten einer ursprünglichen Berglandschaft mit einer unberührten Pflanzenwelt in direkter Grenzlage zur Tschechischen Republik. Außergewöhnlich ist das besondere klimatische Verhältnis auf knapp 1000 Höhenmetern, das verantwortlich ist für die unbeschreibliche Artenvielfalt an Wild- und Heilkräutern. Mauth-Finsterau hat den Namen "Kräutergemeinde" somit zu Recht.
Der Fischotter ist das Patentier der Gemeinde Mauth-Finsterau, der im idyllischen Reschbachtal wieder heimisch geworden ist. 1970 war der Fischotter in Bayern beinahe völlig verschwunden. Heute kommt der Fischotter dank steigender Wasserqualität und Maßnahmen des Artenschutzes an vielen Fließgewässern im bayerisch-böhmischen Grenzgebirge, insbesondere der Nationalparkregion, wieder vor. Einen Fischotter in freier Natur zu beobachten bedarf aber dennoch Geduld und Glück - ein ganz besonderes Erlebnis bleibt es allemal. Eine Ausstellung über den Fischotter gibt es im Otterhaus Mauth zu sehen.
Otterhaus Mauth
Die Ausstellung im Otterhaus Bayern - in deutscher und tschechischer Sprache - informiert anschaulich über den Fischotter (lat. lutra lutra) und seine Lebensweise, seinen Steckbrief und seine Biologie, aber auch über die Maßnahmen im "Fischotterschutz".
Internet: http://tourismus.mauth.de/cz/sehenswertes/otterhaus-bayern.html
Freilichtmuseum Finsteraus
Aus dem ganzen Bayerischen Wald sind hierher Bauernhäuser, vollständige Höfe, eine Dorfschmiede und ein Straßenwirtshaus versammelt. Unter freiem Himmel entfaltet sich ein begehbares Stück vergangener Wirklichkeit.
Kein Paradies, keine Idylle! Der Alltag der Bauern und Tagwerker im Bayerischen Wald war mühsam. Muße, Freude und Schönheit waren selten und kurz. Diese Menschen haben einen blühenden Rosenstock, ein bunt gewebtes Tuch, einen bemalten Schrank mit ganz anderen Augen gesehen. Damit wir uns diese Augen noch einmal leihen können, sind im Freilichtmuseum Finsterau alle Dinge in ihren ursprünglichen Zusammenhang gestellt: das Kleine und das Große, das Neue und das Geflickte, Grobes und Schönes. Und alles hat sein "Gesicht" behalten, die Spuren der Zeit: die blank gewetzte Türklinke, die abgetretene Schwelle, die speckige Handhabe am Pflug, der Flicken auf der Holzhauerjacke.
Internet: www.freilichtmuseum.de
Touristinformation Mauth
Mühlweg 2, 94151 Mauth
Tel. 08557 9738-38, Fax 08557 9738-39
E-Mail: tourismus@mauth.de
Internet: www.mauth.de
So kommen Sie hin:
Mit der Waldbahn 905 aus Richtung Bayerisch Eisenstein/ Regen/ Deggendorf/ Plattling/ bzw. Waldbahn 907 aus Bodenmais über Zwiesel bis Spiegelau und von dort weiter mit dem Finsteraubus (6115) nach Mauth. Aus Richtung Grafenau fahren Sie mit dem Lusenbus (7594) bis zum Nationalparkzentrum Lusen und steigen dort in den Finsteraubus (6115) bis zur Gemeinde Mauth.
Rückfahrt:
Täglich mit dem Finsteraubus (6115) bis Spiegelau Bahnhof.
Rückfahrt mit der
Waldbahn 906 von Spiegelau nach Zwiesel. In Zwiesel direkter Anschluss nach Bayerisch Eisenstein, Regen, Deggendorf und Plattling. Nach Bodenmais direkter Anschluss in Zwiesel stündlich bis 20:00 Uhr und um 22:02 Uhr.
Nach Grafenau mit dem Finsteraubus 6115 bis zum Nationalparkzentrum Lusen und von dort weiter mit dem Lusenbus 7594 bis Grafenau.