Das Theresienthaler Museumsschlösschen

Im Zentrum der Glasstraße ist ein besonderes Juwel edler Glas-Handwerkskunst zu besichtigen: Das Theresienthaler Museumsschlösschen

Exponate im Theresienthaler Museumsschlösschen. Foto: Marita Haller

Exponate im Theresienthaler Museumsschlösschen. Foto: Marita Haller

In Zwiesel findet Ihr das Theresienthaler Museumsschlösschen, im Baustil des Historismus. Das private Glasmuseum der Firma Gangkofner-Verwaltungs-KG birgt eine der schönsten Glassammlungen weltweit. Es sind dies die prunkvollen Gläser der einstigen, fast schon legendären „Königlich Bayerisch privilegierten Krystallglas-Fabrik“ Theresienthal (heute Kristallglasmanufaktur Theresienthal GmbH, Zwiesel), die nie das Haus verlassen haben. Es war König Ludwig I. der die erfolgreiche Glashändlerfamilie Steigerwald (gebürtig in Prag) dazu veranlasste, in seinem schönen Bayernland eine Glashütte für Luxusglas zu errichten. Königin Therese gab ihr ihren Namen.

 

So kommt Ihr zum Theresienthaler Museumsschlösschen im Glaspark Zwiesel:

Stündlich ist die Anreise mit der Waldbahn WBA 1 aus Plattling,Deggendorf, Gotteszell, Regen, Bayerisch Eisenstein oder der WBA 2 aus Bodenmais und Langdorf möglich. Alle zwei Stunden mit WBA 3 aus Frauenau, Spiegelau oder Grafenau . Am Bahnhof Zwiesel habt Ihr direkten Anschluss zum Citybus (Mo – Fr) in Richtung Glaspark.
Zwiesel erreicht Ihr auch mit den Bussen der RBO:
6086: Zwiesel – Klingenbrunn – Spiegelau – Grafenau
6121: Passau – Grafenau – Regen – Zwiesel – Bayerisch Eisenstein
6193: Zwiesel – Langdorf – Bodenmais

Öffnungszeiten Museumsschlösschen, Theresienthal 15, D-94227 Zwiesel:
Montag – Freitag: 10:00 – 14:00 Uhr, Gruppen nach telefonischer Vereinbarung, Tel. 0 99 22-10 30.  

Sonderführungen für Gruppen: „Dass ich oft selbst nicht weiß, ob ich ein Bayer oder Böhme sei“, übers Theresienthaler Glashüttengelände, durch Marita Haller: eMail Marita.haller@t-online.de; Tel. 0 99 22 – 36 49

Alle, die mehr zu Theresienthal wissen möchten, sind zum Weiterlesen eingeladen:

Im Jahr 1836 erwachte durch den Böhmen Franz Steigerwald ein neuer Stern am Glashimmel. Von Anfang an hat das viel prämierte Luxusglas aus Theresienthal, für dessen Fertigung der Bruder von Franz, Wilhelm Steigerwald, verantwortlich war, die Herzen von Kaiser und Königen erobert und selbst der Zar von Russland schätzte es sehr. Der Legende nach wurden Ende des 19. Jahrhunderts besonders filigrane Pokale von den Theresienthaler Glasmachern zu Fuß, über 1000 Kilometer weit, bis an den Zarenhof gebracht. Der Zar soll um 1880 sogar in einer gläsernen Badewanne aus Theresienthal gebadet haben. Über das berühmte Glasmagazin in München lieferten die Brüder Steigerwald ihr Prunkglas in alle Teile der Welt. Das Lieblingsservice des Märchenkönigs Ludwig II. kam aus Theresienhtal: Ein Weinservice aus Goldrubin, das heute noch in der Ausstellung zu sehen ist.

Vor rund 40 Jahren richtete Max Gangkofner, der Nachfolger von Egon von Poschinger, dem letzten Poschinger in Theresienthal, für die prachtvollen Glasobjekte aus alter Zeit im unteren Stockwerk des Schlösschens ein beeindruckendes Glasmuseum ein. Ein Rundgang durch dieses Museum ist eine wunderbare Zeit- und Entdeckungsreise, insbesondere durch die erfolgreichen Stilepochen des Historismus, Jugendstils und Funktualismus.

Hier können Verliebte auch heiraten wie die Glasfürsten. Wechselnde Verkaufsausstellungen heutiger Künstler sind ein weiterer Grund, das Schlösschen möglichst oft aufzusuchen. Gerne können auch Führungen durch das Schlösschen und auch über das romantische Theresienthaler Gelände gebucht werden.