Pandurenfest in Spiegelau
Die Panduren kommen am 18./19. Juli 2009 nach Spiegelau
Man schrieb das Jahr 1742, als ein bizarrer Haufen mordlüsterner Krieger, angeführt vom berüchtigten Pandurenoberist Franziskus Freiherr von der Trenck in Bayern einfiel. Bei ihrem "Zug" durch den Wald verwüstete diese wilde und räuberische Horde ganze Landstriche und selbst die entlegendsten Winkel des Bayerwaldes wurden dabei nicht verschont. So wurde unter anderem die Burg Weißenstein bei Regen von den Panduren zur Ruine gemacht und auch Dießenstein im Grafenauer Land legten die mit Krummsäbeln bewaffneten Reiter in Schutt und Asche. Im Juli 1742 sollen sie dabei auch durch Spiegelau gezogen sein. Ihr Anführer Trenck war von Kaiserin Maria Theresia zum Oberisten ernannt und mit seinem Freikorps, Marschall Khevenhüller unterstellt worden, dem Oberkommandierenden der kaiserlichen Truppen im österreichischen Erbfolgekrieg. "Angezettelt" wurde der Krieg bereits 1740 vom bayerischen Kurfürsten Karl Albrecht, der als Sohn einer österreichischen Kaisertochter selbst einen Anspruch auf den Habsburger-Thron gehabt hätte, wenn von Kaiser Karl VI in einer "Pragmatischen Sanktion" von 1713 nicht ein neues habsburgerisches Hausgesetz erlassen worden wäre. Danach sind die habsburgischen Länder unteilbar – fehlt dem Geschlecht ein männlicher Nachkomme, hat auch eine Frau Anrecht auf den Thron. Und dieses Anrecht beansprucht nun nach seinem Tod im Jahre 1740 seine erst 23-jährige Tochter Maria Theresia. Der österreichische Erbfolgekrieg beginnt. Als dabei die österreichische Armee 1742 zum Schlag gegen Bayern ausholt, bilden diese Panduren, was im Ungarischen soviel bedeutet wie "Leibwächter" (sie sind die Panduren Trencks: Er hat sie auf eigene Kosten engagiert und sie gehorchen nur seinem Kommando), die Vorhut und stiften tüchtig Verwirrung bei den Gegnern.
Nun erinnert neben dem Pandurensteig in Spiegelau insbesondere das alljährliche Pandurenfest an die damalige Zeit. Jährlich dreht man dabei das Rad der Geschichte zurück und spielt bei diesem historischen Fest die Übergabe des Ortes nach, wie sie sich vor ca. 260 Jahren vielleicht abgespielt haben mag.
Weitere Informationen bekommen Sie hier:
Touristinformation Spiegelau
Konrad-Wilsdorf-Str. 1, 94518 Spiegelau
Tel. 08553/960017 od. 18, Fax 08553/960042
E-Mail: tourismus-spiegelau@VR-Web.de
So kommen Sie hin:
Immer zur ungeraden Stunde, ab 9:02 Uhr mit der Waldbahn 906 aus Zwiesel.
In Zwiesel direkter Anschluss aus Bayerisch Eisenstein, Plattling, Deggendorf, Gotteszell, Regen und Bodenmais. Ankunft in Spiegelau zur Minute 32.
Immer zur geraden Stunde, ab 10:00 Uhr mit der Waldbahn 906 aus Grafenau. Ankunft in Spiegelau zur Minute 18.
Letzte Rückfahrt mit der Waldbahn:
Nach Zwiesel um 18:18 Uhr (Fr - So um 20:18 Uhr). In Zwiesel direkter Anschluss nach Plattling, Deggendorf, Regen, Bodenmais und Bayerisch Eisenstein.
Nach Grafenau um 19:33 Uhr (So um 22:32 Uhr).
DOWNLOADS ZUM THEMA: |












